Chronik

1826 – 1979

Das 20. Bezirksmusikfest im Jahre 1986 gab den Anlass, nach dem Ursprung der Musikkapelle zu forschen. Dabei war uns der damalige H. H. Pfarrer Johann Zahner sehr hilfreich, der erste nachweisliche Eintragungen in alten Büchern im Pfarrarchiv aus dem Jahre 1826 fand.

Auf Initiative des Bezirksleiters Hans Zanker aus Aitrang wurde am 24.01.1954 der Musikverein Ruderatshofen offiziell gegründet. Erster Vorstand wurde Josef Holdenried, Dirigent war Alfred Mohr.

1958 stellte sich die Kapelle zum ersten Mal in einer einheitlichen Tracht im Stil des „Allgäuer Gewandes“ vor.

1955 übergab Alfred Mohr aus beruflichen Gründen den Taktstock an den begabten Musiker Johann Deli.

Unter dem Dirigenten Johann Deli spielte die Kapelle 1963 erstmals beim Bezirksmusikfest in Bernbach in der Oberstufe.

1974 wurde die 16 Jahre alte Tracht dank großzügiger Spenden der Gemeindebürger durch ein neues „Allgäuer Gwand“ ersetzt. In diesem Jahre wurden auch erstmals freundschaftliche Bande zu den Musikfreunden aus Schnann/Tirol und Kleinsteinbach/Karlsruhe geknüpft.

Im Jahre 1975 legte der langjährige Vorstand Josef Holdenried aus gesundheitlichen Gründen nach 20 Jahren sein Amt nieder. Neuer Vorsitzender des Musikvereins wurde Helmut Mair.

 

 

1980-1989

1981

Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war sicherlich auch im Jahre 1981 der Besuch des damaligen Bundespräsidenten Carl Carstens.

Im Jahre 1981 wurde auf Initiative des neuen Dirigenten Manfred Huber das Dorffest des Musikvereins ins Leben gerufen.

1986 stellten sich die Musiker zum dritten Mal seit 1958 in neuer Tracht vor. Im Mai 1986 wurde der Kapelle die Pro-Musica-Plakette überreicht. Anlässlich dieser hohen Auszeichnung und dem Jubiläum des 150-jährigen Bestehens der Musiktradition in Ruderatshofen übernahm der Verein die Ausrichtung des 20. Bezirksmusikfestes.

Nach dem Rücktritt von Helmut Mair 1987 übernahm Josef Euband das Amt des 1. Vorsitzenden.

Im September 1988 begab sich der Musikverein auf die erlebnisreiche Reise nach Cincinnati/Ohio. Organisiert von Baron Dieter von Malsen-Ponickau flogen insgesamt 35 Musiker – darunter H. H. Pfarrer Johann Zahner und Bürgermeister Wilhelm Kunstin – 14 Tage in die USA zum dortigen zweitgrößten Oktoberfest der Welt.

 

 

1990-1999

Max Frei jun. übernahm 1991 den Taktstock. Er führte die vorbildliche Aufbauarbeit seines Vorgängers Manfred Huber weiter und verfeinerte das Klangbild der Kapelle. In dieser Zeit wurde auch der Musiker Robert Probst als Dirigent herangezogen und übernahm 1996 das Amt des Dirigenten.

1994 begab sich erneut eine kleine Gruppe auf die Reise nach Cincinnati/Ohio zum Oktoberfest.

Aus der Musikkapelle heraus bildete sich im Frühjahr 1997 eine Gruppe, die unter dem Namen „Kirnachtaler Musikanten“ auftrat. Grund dafür war die Freude an der böhmisch/mährischen Blasmusik.

1999 übernahm Thomas Tronsberg das Amt des 1. Vorsitzenden und führte gemeinsam mit der jungen Vorstandschaft die geschäftlichen Belange der Kapelle.

1999 fanden außerdem die ersten Fasnachtsabende (am Rußiger Freitag, Faschingssamstag und Rosenmontag) statt und begeisterten das Publikum.

 

 

2000-2009

2001 feierte der Musikverein im kleinen Rahmen sein 175-jähriges Bestehen.

Im September 2001 folgte der Verein einer Einladung der 1. Marinestützpunktkompanie nach Bremen.

2002 gründete Dirigent Robert Probst das erste Jungbläserensemble des Musikvereins mit 22 Jungmusiker.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Musikvereins und 180 Jahren Musikgeschichte Ruderatshofen richtete der Musikverein 2005 das 36. Bezirksmusikfest aus.

2007 legte Robert Probst sein Amt als Dirigent nieder. Nach langer Suche konnte Franz Lau als Dirigent gewonnen werden.

2008 beteiligte sich die mittlerweile auf 34 Musiker angewachsene Jugendkapelle unter der Leitung von Robert Probst erstmals am Wertungsspiel anlässlich des Bezirksmusikfestes in Hochgreut Bezirk 1 Kempten in der Unterstufe. Anlässlich des Weihnachtskonzertes 2008 wurde Manfred Huber zum Ehrendirigenten ernannt.

2009 begab sich zum dritten Mal unter der Organisation von Robert Hauser und Josef Euband eine 17-köpfige Besetzung des Musikvereins auf Oktoberfest-Tour nach Cincinnati/Ohio.

 

 

2010-heute

2010 legte aus terminlichen Gründen Dirigent Franz Lau sein Amt nieder. Schnell konnte der junge Dirigent Thomas Eldracher aus Immenstadt gewonnen werden.

2013 reiste der Musikverein unter der Reiseleitung von Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller nach Rom. Hier hatte man nicht damit gerechnet, dass in dieser Woche Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt ankündigt, für alle war es eine Riesenüberraschung. In der mit über 13.000 Menschen gefüllten Audienzhalle des Vatikans durften die Ruderatshofer als einzige Musikkapelle die vorletzte Audienz von Papst Benedikt XVI. musikalisch gestalten. Auch nach der Audienz waren die 70 Musiker aus dem Allgäu bei vielen Fernsehteams aus aller Welt als Interviewpartner gefragt.

2014 feierte der Musikverein Ruderstshofen e.V. sein 60-jähriges Gründungsjubiläum.

Beim Wertungsspiel 2014 in Obergünzburg wurde der MV Ruderatshofen Mittelstufensieger. Den 5. Platz erspielte sich der Musikverein anschließend beim Mittelstufenwettbewerb in Neu-Ulm.

Beim Wertungsspiel in Kraftisried im Juli 2016 erzielte der Musikverein in der Mittelstufe mit 95 Punkten einen ausgezeichneten Erfolg und wurde Mittelstufensieger.

Am 15. Oktober 2016 gewann der Musikverein Ruderatshofen den Mittelstufenwettbewerb des ASM und qualifizierte sich somit für den Landesentscheid im Mai 2017. Thomas Eldracher erhielt außerdem den ASM-Dirigentenpreis.

Im Januar 2017 reiste der Musikverein zur „Internationalen Grünen Woche“ nach Berlin und spielte dort im Bayern-Zelt auf.

Am 13.5.2017 fand der Landesentscheid des Bayerischen Blasmusikverbands in Memmingen statt. Der Musikverein Ruderatshofen erspielte sich hier den zweiten Platz.

Bei der Teilnahme an den Wertungsspielen des 46. Bezirksmusikfestes in Wald (29.6. – 2.7.2017) nahm der Musikverein in der Oberstufe teil. Er erspielte sich mit 94 Punkten einen ausgezeichneten Erfolg und wurde damit Oberstufensieger im Bezirk 4 des ASM.